Auf der Roten Meile zum Grand Prix

"Nee, irgendwie ned so" - diese Antwort erhielt die Plattenfirma EMI, als sie Claudia Cane und ihre Rockband Mother Bone das erste Mal fragten, ob sie am Grand Prix teilnehmen würden. Doch dann kam alles anders: Als klar wurde, dass die Bremer Vorausscheidung nicht im Schlager versinken, sondern "recht flippig" wird, haben die Münchner Musiker doch zugesagt. Nach langen Überlegungen, versteht sich.
"Da gibt es Rock, Punk und auch Stefan Raab", erzählt Sängerin Claudia Cane. Und eine Band, "die für den Grand Prix Fotos in Unterhosen gemacht hat". Für Cane, die man auch im Soundtrack der TV-Serie "Rote Meile" über die "Miles Of Love" und ab April auf CD singen hören kann, ist das gut - denn mit ihrer rauen, vollen und intensiven Stimme und dem Rock- und Soul-Feeling passt sie eigentlich nicht in den Grand Prix.
"Ich habe sogar eine weiße Gitarre, wie einst Nicole", lacht Claudia. Doch keine Bange: Nach Bremen kommt sie nicht mit, ihre Rock-Ballade "Free" wird Claudia nur am Mikro bestreiten. Geschrieben hat die Münchnerin den Song mit ihrem Bruder Andrew. Wie fast alle Stücke der Mother Bones. Für den Grand Prix haben sie allerdings noch haufenweise Streicher dazugenommen. Jetzt ist das von Curt Cress produzierte Stück über Freiheit "richtig orchestral geil", schwärmt Claudia.
Einen grožen Pluspunkt haben die Sängerin und Mother Bone ohnehin: Sie treten seit Jahren mittwochs im Schwabinger Podium auf. "Das ist die halbe Miete", ist sich Claudia sicher. Denn wie kaum eine andere Band hat sie Kontakt zum Publikum, erkennt, was ankommt, ist eingespielt mit ihrer Band (der auch zwei Ex-Lustfinger-Mitglieder angehören) - und hat auch deshalb eine Bühnenpräsenz wie wenig Andere. Das wird den Münchnern am 18.Februar sicher zugute kommen. Wenn sie in Bremen vor Millionen spielt.

 

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